06.02.2012

Daten, Macht und Geld

17.01.2007 | 11:41
Alter Kaffee, aber besser als unerwähnt:

StudiVZ ist Deutschlands wohl bekannteste Studentenplattform, doch die vielen dubiosen Geschäftspraktiken brachten viele offene Angriffspunkte in Sachen Datenschutz und Geschäftsgebaren. Klar ist, dass studivz dem US-Bruder Facebook viel zu ähnlich ist, dass man mehr von Plagiarismus als von Innovation sprechen muss. Klar ist, dass die Geschäftsführer und Geldgeber keineswegs nur am studentischen Sozialleben erfreut sind, sondern auch gewinnorientiert ausgerichtet sind. Klar ist vor allem auch, dass nach dem Aufkauf durch den Holtzbrinck-Konzern umso mehr in die Richtung zu erwarten ist. Zusammen mit gravierenden Sicherheitslücken im System haben dir nun nicht gesicherten Daten und Datenbestände große Attraktivität. Ein proof-of-concept, welches die Daten gecrawlt hat und statistisch aufbereitet hat findet man auf studivz.irgendwo.org. Auswertungen und Schlüsse aus den Daten sind hochinteressant und beängstigend zugleich.
Und wer immer noch der Meinung ist, dass es einem egal wäre, dass seine Daten zugänglich sind, der sollte sich mal darüber informieren, was heutzutage Firmen für Daten solcher Art bezahlen. Die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen oder Cliquen mag für einen Normalbenutzer zwar unerheblich sein, aber nicht für Großunternehmen oder gar zukünftigen Arbeitsgebern.

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Last Update: 05.04.2011 02:45:49
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